Hauskreisthema - Ist Beten wichtig?
Einstieg
Ein großes Blatt mit der Aufschrift: "Das Geheimnis des Gebets" wird in die Mitte gelegt. Jeder schreibt nun auf dieses Blatt, was er/sie für das Geheimnis beim Beten hält bzw. was ihm dazu einfällt. Beim Aufschreiben schweigen alle. Nachdem irgendwann keinem mehr etwas einfällt wird gemeinsam darüber gesprochen.
Impuls
Wir beten, weil wir jemandem oder etwas für die schönen Dinge des Lebens danken wollen, aber auch, weil wir uns klein und hilflos fühlen oder Angst haben. Wir beten um Vergebung, um Kraft, um Kontakt zu " dem da oben", um Gewissheit, dass wir nicht allein sind.
Wenn wir zu unserem Gebetsleben befragt würden, dann könnte das ungefähr so aussehen: "Wie oft betest du?" - "Jeden Tag" - " Und wie lange?" - "Na, so ungefähr 5 Minuten , vielleicht aus sieben". - "Befriedigt dich das Beten?" - "Das eigentlich weniger" - "Spürst du beim Beten Gottes Gegenwart?" - "Manchmal schon, aber nicht sehr oft."
So ähnlich würde bei den meisten von uns wahrscheinlich die Befragung zum Thema Gebet aussehen.
Jesus ist unser Vorbild im Gebet. Er, der Sohn Gottes, der durch sein Wort ganze Welten erschaffen hat und das Universum erhält, er verspürt den Drang zu beten.
…bei seiner Taufe durch Johannes (Lk. 3,21)
…in der Zeit der Versuchung (Lk. 4,8)
…immer wieder an zurückgezogenen einsamen Orten (Lk. 5,16)
…vor wichtigen Entscheidungen (Lk. 6,12)
…als Vorbild für seine Jünger (er schenkte ihnen das Vaterunser) (Lk.11,1)
…im Moment seiner Kreuzigung (Lk. 23,34)
…in seiner Todesstunde (Lk. 23,46)
…nach seiner Auferstehung beim Brotbrechen (Lk. 24,30)
Die Bibel insgesamt ist ein Buch, das uns in die Welt des Gebets hineinführt. Denn hier lesen wir von Menschen, die in unterschiedlichsten Lebenslagen die Begegnung mit Gott gesucht haben und bei ihm Hilfe gefunden haben.
Fragen zum Thema Gebet
Wir wollen vor allen Dingen bei diesem Thema ganz praktisch vorgehen:
- Welche Erfahrungen haben wir bisher beim Gebet gemacht?
- Was und welche Formen erschienen uns bisher hilfreich?
- Womit haben wir Schwierigkeiten?
- Macht uns das Beten Freude?
- Welche
Erfahrungen habt Ihr mit gemeinsamem Gebet? Fällt es Euch leichter als
allein zu beten? Warum wohl? Woran kann das liegen?
Gemeinsam lesen
Lk. 11. 1-4 Jesus lehrt seine Jünger beten
1 Jesus hatte unterwegs Halt gemacht und gebetet. Darauf1 bat ihn einer seiner Jünger: "Herr, lehre uns beten; auch Johannes hat seine Jünger beten gelehrt." 2 Jesus sagte zu ihnen: "Wenn ihr betet, dann sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. 3 Gib uns jeden Tag, was wir zum Leben brauchen2. 4 Und vergib uns unsere Sünden; auch3 wir vergeben jedem, der an uns schuldig geworden ist. Und lass uns nicht in Versuchung geraten."
1W 1 Er war an einem Ort am Beten, und als er damit aufhörte.
2W jeden Tag unser tägliches Brot (od jeden Tag unser Brot für den kommenden Tag; aü jeden Tag das nötige Brot).
3W denn auch
Vertiefung
Jesus macht einige wichtige Vorbemerkungen vor dem Vaterunser :
- Gebet ist Reden mit Gott. Wie sollen wir beten und wie nicht? Warum?
- Was wird über den Vater im Himmel deutlich? Warum ist das wichtig?
- Warum ist es wichtig, dass die Beziehung beim Beten im Vordergrund steht und Beten keine "Technik" ist?
- Welche
Bedeutung hat Deiner Meinung nach die Verborgenheit fürs Gebet?
Abschlussgedanken
Gebet ist der Atem für unseren Geist, der Anschluss an die unsichtbare Welt. Im Gebet haben Mensch und Gott miteinander Kontakt. Gebet ist ein Navigator für die Fahrt durchs Leben. Vor allem aber ist Gebet Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater. Beim Beten öffnen wir unsere Herzen Jesus.
Aufgabe für die Woche
In Mt. 18,19+20 steht: " Und noch etwas sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden, um etwas zu bitten - was immer es auch sei9 -, dann wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte."
Jeder sucht sich aus dem Hauskreis oder aus der Gemeinde eine Person mit der er für die nächsten zwei Wochen (bis zum nächsten Hauskreis) eine Gebetszweierschaft startet. Man trifft sich regelmäßig (am besten täglich) um länger oder kürzer miteinander für die Gemeinde zu beten. Ob man sich nun dazu trifft oder per Telefon (für manche vielleicht eine ganz neue Erfahrung) gemeinsam betet, ist jedem selbst überlassen. Berichtet beim nächsten Hauskreis, wie es euch dabei ergangen ist.