Lebst du schon? Predigt zur
Jahreslosung 2008 Bibelstelle:Johannes 14,19
„Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ Johannes 14, 19
Was ist Leben?
A) naturwissenschaftlich
B) philosophisch
C) biblisch
Liebe Gemeinde, liebe
Gottesdienstbesucher!
Was ist Leben?
A) Naturwissenschaftliche
Definitionen von Leben sind Beschreibungen von typischen Merkmalen, die in ihrer
Gesamtheit ein Lebewesen beschreiben. Dazu zählen:
§
Energie-,
§
Stoff- und
Informationsaustausch,
§
Wachstum,
§
Fortpflanzung und
§
Reaktionen auf Veränderungen
der Umwelt.
Was Leben selber ist oder im Wesen ausmacht, konnte bisher naturwissenschaftlich nicht geklärt werden.
Leben ist mehr
als seine Merkmale.
Was ist Leben?
B) Philosophische
Definitionen gibt es wie Sand am
Meer, ich will ich nur eine ganz bekannte von Rene Descartes nennen:
„Ich
denke, also bin ich.“
Aber manchmal – da denke ich gar nicht –
also bin ich nicht.
Aber wenn ich denke, ich bin nicht,
denke ich ja –
Also bin ich – Puhh.
Leben ist mehr
als darüber nachdenken.
C) Biblische Definition
A) Dieses Leben ist geschenkt
B)
Dieses Leben ist zu verantworten
C)
Dieses Leben ist zu gestalten
Was ist Leben?
Die Bibel versucht das Leben nicht zu erklären.
Auf
den ersten Seiten der Bibel:
§
das Leben ein kostbares
Geschenk Gottes
§
Er hat dieses Geschenk
uns Menschen anvertraut, damit wir es sorgsam verwalten.
§
Das eigene
§
Das Leben anderer
§
„Macht euch die Erde
untertan“ = ein Hege- und Pflegeauftrag.
Wir
brauchen das Leben also nicht nach seinen Merkmalen beschreiben, wir brauchen nicht: „Ich denke, also bin
ich“,
sondern: „Gott
hat mir mein Leben geschenkt, darum bin ich.“
Leben
= ein
anvertrautes Geschenk –
das mir zur Gestaltung gegeben wurde.
= zu
verantwortendes Leben
In der Verantwortung vor dem Geber des Lebens
= glauben, vertrauen,
in Verantwortung gestalten
Doch Leben =
gefährdetes Leben. >> Garten
Eden >> In der Mitte des Gartens
stand der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Gott hat zu Adam über den
Baum gesagt: „An
dem Tage, an dem du von dem Baum isst,
musst du sterben.“
Und ? - Eva und Adam haben von der Frucht gegessen -
und sind tot umgefallen. ???
Nein so
war es nicht, das wissen wir alle.
Sie haben gegessen und körperlich
haben sie weitergelebt,
aber das eigentliche Leben, der
bisher direkte Draht zu Gott, der ist
gestorben.
2.)
Dieses Leben ist
zu verantworten
–
…gegeben zur eigen-verantwortlichen Gestaltung
Adam
hatte plötzlich Angst vor
Gott und versteckte sich im Garten.
Und
Gott warf die beiden zur Strafe
aus dem Paradies.
Was bisher selbstverständlich war,
der
direkte Zugang zu Gott, der ist an diesem Tag gestorben.
Paulus: wir leben nicht (mehr) im Schauen, sondern im
Glauben
„Gott
hat mir mein Leben geschenkt, darum bin ich.“
So ist es auch beim sogen. Geistlichen
Leben.
Leben
= ein anvertrautes Geschenk
–
das mir zur
Gestaltung gegeben wurde.
= zu verantwortendes Leben
In der
Verantwortung vor dem Geber des
Lebens
= glauben, vertrauen,
in
Verantwortung gestalten
Er
hat dieses Geschenk uns Menschen anvertraut,
damit wir es sorgsam verwalten.
§
Das eigene
§
Das Leben anderer
§
„Macht euch die Erde
untertan“ = ein Hege- und Pflegeauftrag.
Augustin: Darum ist auch des Menschen Herz unruhig,
bis es in Gott ruht.
3.)
dieses Leben ist
zu versühnen
–
Gott versöhnt das
Leben
Daran erinnert das jüd. Neujahrfest
Rosch
haSchanah – Neujahr
-
die Juden feiern es im Herbst
-
es wird auch der Tag der Verhüllung genannt,
·
weil es als einziges
jüdisches Fest an einem Neumond gefeiert wird. „Am Neumond stoßet
ins Schofar, am Tag der Mondverhüllung, am Tag unseres Festes (Tehillim 81,4).“
·
Verhüllung - ist auch
eine Andeutung auf die Barmherzigkeit
Gottes, dass er an diesem Tag die
Schuld verhüllen und unsere
Sünden gnädig verbergen möge.
Alles wird an diesem Tag mit
Verhüllung in Zusammenhang gebracht.
Symbolisch wird auch das Volk Israel mit dem Mond verglichen,
§
denn es strahlt an seinen Schabbat und Festtagen in vollem Glanz.
§
An Rosch haSchanah
jedoch zieht es sich in Ehrfurcht vor dem großen Tag des
Gerichts zurück. Auch der Allmächtige
breitet über Sein Volk eine Hülle, verbirgt damit seine Sünden und gewährt ihm
dann Verzeihung und Vergebung.
Rosch haSchanah,
das jüdische neue Jahr ist ein Symbol dafür …
§
wie Gott Leben gibt
§
wie Gott Menschen aus
der Sklaverei der Schuld befreit.
§
Wie er neues Leben ermöglicht (selbst Adam
hatte nach dem Sündenfall eine neue Lebensmöglichkeit – nicht nur Joseph
- Israel)
Es ist das Fest der Verhüllung – wir
sollen das alte Jahr
bedenken, was gut war und was nicht funktionierte. Gott möchte des Schlechte verhüllen und vergeben.
Darum ist es das Fest der Umkehr –
§
wir sollen die Schuld hinter uns lassen
§
und aus der Vergebung
heraus leben
§
und zu dem eigentlichen Leben finden
>>> Und ein Fest des Neuanfangs
dieses
Leben ist geschenkt
dieses
Leben ist zu verantworten
dieses
Leben ist zu versühnen
4.) dieses Leben ist zu gestalten
Diese
4 Punkte
aus
der Geschichte Gottes im älteren Bund
sind
treffend für Gottes Geschichte im neuen Bund
Und damit kommen wir zu dem
Dritten, was das Leben betrifft, nämlich
die Ereignisse, die diese Umkehr und
Vergebung ermöglichen.
An Weihnachten ist Jesus, Gottes Sohn, auf die Welt gekommen.
>>> Gott hat hier das wahre
und
eigentliche Leben ans Licht der Welt gebracht.
Das Wirken und Handeln von Jesus hat uns gezeigt, wie
Gott sich Leben vorstellt.
Sein Tod am Kreuz steht für den Tod von Adam im Paradies und
steht
für die Verhüllung
am jüdischen Neujahrsfest.
Seine Auferstehung steht für die Möglichkeit der Umkehr und neues
eigentliches Leben.
Was meint Jesus wenn er sagt:
„Ich lebe“
„Mein Sohn
war tot“ – obwohl er gelebt hat.
>>> Cliff Richard: Leben
heisst für mich: „Mit Gott
leben
„Alles andere ist nicht Leben“
Wer an mich glaubt, der hat das
Leben
Wer mir nicht gehorcht, der wird dieses Leben nicht sehen – und der
Zorn Gottes bleibt über ihm
„Wer sich mir anvertraut, der wird leben
– auch wenn er stirbt“
Nun: Betrachtungen zum Textumfeld:
(16) Und ich meinerseits werde den Vater bitten, und er wird
euch einen andern Anwalt geben, damit er mit euch sei
(bis) in Ewigkeit, (17) den Geist der Wahrheit, den die Welt zu
empfangen nicht imstande ist, weil sie ihn nicht sieht und nicht erkennt. Ihr
erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch
sein wird. (18) Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen;
Gottes Geschenk:
1.) Gottes Geist als unser Anwalt, Beistand, Tröster in uns!
(16) Und ich meinerseits
werde den Vater bitten, und er wird euch einen andern Anwalt
geben, damit er mit euch sei (bis) in Ewigkeit, (17) den Geist der
Wahrheit, den die Welt zu empfangen nicht imstande ist, weil sie ihn
nicht sieht und nicht erkennt. Ihr erkennt ihn, weil er bei euch
bleibt und in euch sein wird. (18) Ich werde euch nicht
verwaist zurücklassen;
ich komme zu euch.
Gottes Geschenk:
1.) Gottes Geist als unser Anwalt, Beistand, Tröster in uns!
2.)Wenn Gottes Geist in uns ist, ist Jesus in uns
(16) Und ich meinerseits
werde den Vater bitten, und er wird euch einen andern Anwalt
geben, damit er mit euch sei (bis) in Ewigkeit, (17) den Geist der
Wahrheit, den die Welt zu empfangen nicht imstande ist, weil sie ihn
nicht sieht und nicht erkennt. Ihr erkennt ihn, weil er bei euch
bleibt und in euch sein wird. (18) Ich werde euch nicht
verwaist zurücklassen;
ich komme zu euch.(19) Noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht
mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
(20) An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich
in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
Gottes Geschenk:
1.) Gottes Geist als unser Anwalt, Beistand, Tröster in uns!
2.) Wenn Gottes Geist in uns ist, ist Jesus in
uns
4.)
Die Beziehung zwischen Gott-Vater und Sohn stellt Jesus gleich zu
der zwischen ihm und uns, seinen Jüngern
…
Und Ihr sollt auch leben
Ikea: Wohnst du noch – oder lebst du schon
Für uns gilt:
Glaubst du noch nicht
- oder lebst du schon?
Das große Versprechen Gottes
an uns ist Leben - dass wir hier schon auf dieser Erde sinnvolles Leben haben
und dann im Himmel einmal ewiges Leben.
Wer an mich glaubt, der hat das Leben
Wer mir nicht
gehorcht, der wird dieses Leben nicht sehen – und der Zorn Gottes bleibt über
ihm
Gott hat jedem von uns auf dieser Erde ein eigenes sinnvolles Leben vorbereitet.
Es
kommt nicht sehr auf die äußeren Eigenschaften an.
Schönheit – ja, danke - aber es gibt Größeres
Geld - ja
danke
Zeit – ja
danke
Ruhe – ja,
danke
Gesundheit –
ja danke!
Brachzeit – ja danke
Wenn nur nicht Jesus in mir
das Lebensrecht streitig gemacht wird
zum Bereich „Brachzeit“ eine
Geschichte, die Berta Isselmann von
sich erzählt hat:
Berta Isselmann hatte eine Augen-OP
Daher
waren die Augen danach mehrere Tage verbunden.
Sie
konnte nur im Krankenzimmer sitzen.
„Damit
ich gar nicht auf trübsinnige Gedanken komme, habe ich mir einfach das ABC
aufgesagt“, erzählte sie, einmal mit Liedern, einmal mit Bibelversen
A wie All Morgen ist ganz frisch und neu
B wie Befiehl du deine Wege und was dein
Herze kränkt oder
N wie Nun aufwärts froh den Blick gewandt
Oder
mit Bibelversen
A wie Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er
sorgt für euch
B wie Bittet so wird euch gegeben, suchet so
werdet ihr finden
Oder
wie
Z Zuletzt meine Brüder, seid stark in dem
Herrn (Eph.6,20)
In diesem Sinne lasst uns in
das Neue Jahr gehen, über dem das Versprechen Gottes steht:
„Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“
Johannes 14, 19
Amen.






